- 08/01/2026
- Wirtschaft, Nachrichten und Messen
Das Verfahren zur Vereinfachung und Verschiebung der Anwendung der Europäischen Verordnung zur Entwaldung (EUDR) wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die europäischen Institutionen haben sich auf den Text der Verordnung geeinigt: Nach dem OK des Europäischen Parlaments hat auch der Rat der EU schließlich die endgültige Zustimmung erteilt, sodass der überarbeitete Text im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde und Ende 2025 in Kraft getreten ist.
FederlegnoArredo zeigt sich zufrieden mit dem erzielten Ergebnis: Der neue Text nimmt nämlich die zentralen Punkte auf, für die der Verband in den vergangenen Monaten gekämpft hat, und gewährleistet zugleich den vollständigen Schutz der Umweltziele.

Die Änderungen der EUDR-Verordnung
Ziel des neuen Textes ist es, die Umsetzung der geltenden Vorschriften zu vereinfachen und deren Anwendung zu verschieben, um den Betreiber:innen, Händlern und Behörden die angemessene Vorbereitung zu ermöglichen.
Im Folgenden betrachten wir die vorgenommenen Änderungen im Detail.
Gemäß der Vereinbarung wird die Anwendung der EUDR für große und mittlere Unternehmen auf den 30. Dezember 2026 verschoben, für Kleinst- und kleine Unternehmen auf den 30. Juni 2027 (mit Ausnahme der Produkte, die bereits in der EUTR enthalten sind, für die die Verschiebung weiterhin bis Dezember 2026 gilt).
Die Verantwortung für die Sorgfaltspflicht liegt ausschließlich bei den Betreiber:innen, die das Produkt erstmals in Verkehr bringen.
Nur der zuerst nachgelagerte Betreiber muss die Referenznummer der ursprünglichen Erklärung aufbewahren, ohne Verpflichtung zur Weitergabe entlang der Kette.
Die Europäische Kommission wurde von beiden Mitgesetzgebern beauftragt, die Vereinfachung zu überprüfen und bis zum 30. April 2026 einen Bericht vorzulegen.
Umsetzbarere Maßnahmen
Der Präsident von FederlegnoArredo, Claudio Feltrin, kommentierte: „So schließt sich ein komplexer Prozess ab, der das konkrete und kontinuierliche Engagement von FederlegnoArredo zusammen mit anderen Akteuren erfordert hat und zu einem wichtigen Ergebnis geführt hat: endlich umsetzbarere Maßnahmen“. „Das bestätigt die unverzichtbare strategische Vertretungsrolle des Verbands“, fügte Feltrin hinzu, „der die konkreten Bedürfnisse der Unternehmen entlang der gesamten Holz-Möbel-Lieferkette vertreten hat. Es wurde eine intensive und kontinuierliche Arbeit geleistet, die auf Dialog und ständigem Austausch mit den beteiligten europäischen und italienischen Institutionen beruhte.“
Er dankte den europäischen Verbänden CEI BOIS und EFIC für ihren konstruktiven Beitrag und hofft, die Zusammenarbeit mit den Institutionen fortzusetzen, damit der Weg zu mehr Nachhaltigkeit zunehmend gemeinschaftlich gestaltet wird.
