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FederlegnoArredo und Assopannelli: die Herausforderungen der Wettbewerbsfähigkeit angehen

"L'Plattenindustrie, zwischen industrieller Wettbewerbsfähigkeit und europäischem Rechtsrahmen" war das Thema der von FederlegnoArredo und Assopannelli im Rahmen der Generalversammlung der EPF (European Panel Federation) organisierten Konferenz. Unter der Schirmherrschaft der Region Lombardei fand die Veranstaltung am 12. Juni in Mailand statt und brachte Vertreter europäischer und nationaler Institutionen, Verbände und der Wertschöpfungskette zusammen, um die Herausforderungen zu diskutieren, die den Sektor erwarten: von der Energiewende bis zum Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) und den Marktaussichten. 

 

Platten: strategische Komponente der Holz‑Möbel‑Wertschöpfungskette

Die Platten stellen eine strategische Komponente der Holz‑Möbel‑Wertschöpfungskette und ein konkretes Beispiel für Kreislaufwirtschaft dar. Sie werden in der Tat überwiegend durch die Wiedergewinnung und das Recycling von Holz hergestellt und tragen erheblich zur Nachhaltigkeit des Sektors bei.   

Aus den im Verlauf der Konferenz vorgestellten Abschlussdaten geht hervor, dass der Sektor 2025 einen Wert von 2,3 Milliarden Euro überschritten hat, ein Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahr. Die für den italienischen Markt bestimmte Produktion, die 58 % des Gesamtvolumens ausmacht, verzeichnete ein Wachstum von 3 % und überstieg 1,3  Milliarden Euro. Die Exporte in Höhe von 979 Millionen Euro stiegen um 1,1 %, mit differenzierten Entwicklungen in den einzelnen Segmenten: Auch die Importe nahmen zu und wuchsen um 14 % auf 1,4 Milliarden Euro. 

 

Kurswechsel einleiten

Unter den Rednern skizzierte Paolo Fantoni, Präsident von Assopannelli von FederlegnoArredo, das Umfeld, in dem die Plattenindustrie heute tätig ist: “Der Sektor sieht sich einer anhaltenden Stagnation der Nachfrage, einer geringen Rentabilität, hohen Energiekosten und zunehmender Konkurrenz gegenüber, wobei China sich immer mehr als direkter und indirekter Konkurrent etabliert. Wir müssen diesen Kurswechsel einleiten. Wir fordern von Europa eine Politik, die dem Ziel dient, die industrielle Basis des Kontinents zu stärken und die Investitionen der Unternehmen zu fördern. In diese Richtung gehen auch unsere Forderungen nach spezifischen Instrumenten wie dem CBAM, eine Regelung, die zu höheren Kosten für unsere Produkte führt, in einem bereits komplexen geopolitischen Umfeld”.

Wir erinnern daran, dass der CBAM, Carbon Border Adjustment Mechanism oder Mechanismus zur Anpassung der Kohlenstoffkosten an den Grenzen, eine Maßnahme  der Europäischen Union ist, die eine Steuer auf Emissionen für Produkte aus Drittländern vorsieht und seit dem 1. Januar 2026 in Kraft ist.

Gerade zur Rolle der EU‑Gesetzgebung – vom CBAM bis zum weiteren geopolitischen Kontext – äußerte sich der Europaabgeordnete Massimiliano Salini, Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lebensmittelsicherheit (ENVI): “Die Abhängigkeit der Europäischen Union von bestimmten Rohstoffen wirkt sich direkt auf den europäischen Markt aus. In einem geopolitisch äußerst instabilen Umfeld, geprägt von unsicheren Energiepreisen und Versorgungssicherheit, ist es notwendig, dass die EU ein Gleichgewicht zwischen Umweltnachhaltigkeit und einem wirtschaftlichen Auftrieb findet, der für unsere Industrien angemessen ist”. 

Antonio Gozzi und Paolo Fantoni

Die industrielle Wettbewerbsfähigkeit im Zentrum der europäischen Politik

Mit einer Videobotschaft bekräftigte der Wirtschafts‑ und Finanzminister, Giancarlo Giorgetti, das Engagement der italienischen Regierung in Bezug auf die europäische industrielle Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Zusammenhang sagte er, dass die europäische Industrie heute vor klaren und wachsenden Herausforderungen stehe und die Antwort daher ebenso klar sein müsse: Man müsse die Unternehmen mit pragmatischen und realistischen Politiken unterstützen, im Bewusstsein, dass der Binnenmarkt Teil der Antwort sein kann und muss, wenn die globale Nachfrage schwächer wird. 

Die absolute Zentralität dieser Herausforderungen betonte auch Antonio Gozzi, Präsident von Federacciai und Delegierter von Confindustria für die europäische strategische Autonomie, den Mattei‑Plan und die Wettbewerbsfähigkeit, und zwar mit der Aussage: “Heute muss es oberste Priorität sein, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit wieder in den Mittelpunkt der europäischen Politik zu stellen, Vorschriften zu vereinfachen und Investitionen zu begleiten. Die ökologische Transformation bleibt ein grundlegendes Ziel, muss aber auch aus wirtschaftlicher und produktiver Sicht nachhaltig sein”.

 

Nachhaltigkeit: ein Wettbewerbsvorteil für europäische Hersteller

Zum Abschluss der Arbeiten betonte der Präsident der EPF, Pablo Figueroa López, wie folgt: "Die Daten des Economic Outlook 2025 bestätigen einen Sektor, der stark unter Druck steht, aber auch seine Resilienz. Projekte wie EcoReFibre zeigen, dass die Zukunft unserer Industrie per Definition zirkulär ist: die Umwandlung wiedergewonnener Holzfasern in neue Platten von hoher Qualität. Genau hier treffen europäische Wettbewerbsfähigkeit und die Klimaziele der Union zusammen. Was wir von den Entscheidungsträgern verlangen, ist ein Regelwerk, das diese Investitionen belohnt statt sie zu bestrafen, damit Nachhaltigkeit zu einem Wettbewerbsvorteil für europäische Hersteller wird und nicht zu einer Kostenbelastung für die Importeure".
 

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