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Design Economy 2026 bestätigt die Stabilität und die zentrale Bedeutung eines Sektors, der entscheidend für die Identität des Made in Italy ist

In einem zunehmend komplexen Umfeld bestätigt sich Design nicht nur als strukturgebender Bestandteil der europäischen Wirtschaft, sondern entwickelt sich weiter und stärkt seine strategische Rolle, indem es zunehmend zu einem Schlüsselfaktor für Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Zusammenhalt wird.

Auch in diesem Jahr wurde am 16. April im ADI Design Museum in Mailand der Bericht Design Economy 2026 vorgestellt, der von Fondazione Symbola, Deloitte Private, POLI.design und ADI gefördert wird, mit dem Ziel, das Bewusstsein für den Wert des Design für die Wettbewerbsfähigkeit des nationalen Produktionssystems zu stärken.

Italien bestätigt seine Führungsrolle in Europa 

Auf europäischer Ebene umfasst der Designsektor rund 295.000 Unternehmen, mit einem Gesamtumsatz von 31 Milliarden Euro (+3,2% gegenüber 2023 und +23,8% im Dreijahreszeitraum) und über 356.000 Beschäftigten (+4,8% gegenüber dem Vorjahr und +16,1% im Dreijahreszeitraum). 

Italien bestätigt seine Führungsposition mit 54.000 Akteuren, das entspricht 21,5% des europäischen Gesamtes, vor Frankreich (14,9%) und Deutschland (14,0%). Auch der wirtschaftliche Wert, der durch Design geschaffen wird, konzentriert sich stark in Ländern mit fortgeschrittener Industrieökonomie. Mehr als die Hälfte (51%) des Umsatzes der europäischen Design-Branche entfällt tatsächlich auf nur drei Länder: Italien (20,0% der erzeugten gemeinschaftlichen Wertschöpfung), Deutschland (17,6%) und Frankreich (13,4%). 

Für Italien zeigen die auf ISTAT-Daten basierenden Schätzungen für 2024 erneut die hohe Konzentration der Aktivitäten im Bereich Design in der Lombardei, aus der 33,4% des gesamten Mehrwerts des Sektors und 28,7% der Gesamtbeschäftigung stammen. Es folgen die von der Emilia-Romagna erzeugte Wertschöpfung (mit einem Anteil am nationalen Mehrwert von 13,3%), Venetien (10,9%) und Piemont (10,3%). 

Mailand ist unbestrittener Spitzenreiter, mit über 7.300 aktiven Unternehmen, die allein 19% der vom Sektor auf nationaler Ebene erzeugten Wertschöpfung generieren.  Es folgen Rom, Turin, Florenz, Bologna und Brescia: zusammen konzentrieren diese sechs Provinzen über ein Drittel der italienischen Designunternehmen. 

“Die Daten des Berichts Design Economy 2026 – erklärte Luciano Galimberti, Präsident von ADI – bestätigen die Stabilität und die zentrale Bedeutung eines Sektors, der nicht nur wirtschaftlichen Wert und qualifizierte Beschäftigung schafft, sondern in entscheidender Weise zum Aufbau der Identität des Made in Italy in der Welt beiträgt. Eine kulturelle Infrastruktur, noch bevor sie wirtschaftlich ist: ein kritisches Instrument, das Innovation lenken und Produktionsprozesse gestalten kann. Die Daten vermitteln das Bild eines reifen Systems, in dem Mailand als treibender Knoten wirkt, jedoch innerhalb eines zunehmend verbreiteten Netzes. In diesem Kontext besteht die Herausforderung darin, die technologischen und sozialen Transformationen zu steuern und die Rolle des Entwurfs als bewusste, verantwortungsvolle und zutiefst humanistische Praxis zu bekräftigen”. 

 

Die italienische Ausbildung im Bereich Design 

Die Lombardei, insbesondere Mailand, sind auch das wichtigste Zentrum des italienischen Designs und konzentrieren 28,7% der universitären Einschreibungen und 36,5% der AFAM-Einschreibungen sowie 61,9% der internationalen Studierenden. Parallel zu dieser Konzentration ist im Zentrum und Süden des Landes ein signifikantes Wachstum der Einschreibungen zu verzeichnen, mit Zuwächsen von jeweils 18,5% bzw. 19,2%. Insgesamt gibt es im Studienjahr 2024/2025 in Italien 100 aktive Institute und 369 Studiengänge (+5%).  

Cabirio Cautela, Vorstandsmitglied von POLI.design (Politecnico di Milano), betonte, dass “auch diese Ausgabe des Berichts die Anziehungskraft der Lombardei und insbesondere von Mailand für italienische und internationale Design-Studierende bestätigt. Gleichzeitig ist jedoch ein deutliches Wachstum der Einschreibungen in Mittel- und Süditalien zu beobachten, häufig in Verbindung mit lokalen und territorialen Produktionsspezialisierungen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese ermutigenden Ausbildungsdaten parallel zu den Beschäftigungsdaten verlaufen: Design bleibt ein gesunder Sektor und es zeigt sich eine wesentliche Übereinstimmung zwischen der Art der Studien und der ausgeübten Tätigkeit”. 

 

Design für Umweltnachhaltigkeit

Der Bericht untersucht die Rolle des Designs bei den großen Herausforderungen unserer Zeit: die grüne Transition, die Entwicklung des technologischen und digitalen Kontexts und die Auswirkungen auf den Beruf des Designers. Die Umweltnachhaltigkeit tritt als zunehmend zentrales Thema in den Gestaltungspraktiken hervor, als Antwort auf die gestiegene Nachfrage nach Design für die Nachhaltigkeit (im letzten Dreijahreszeitraum von 74,2% der befragten Akteure festgestellt), dank eines mittelhoch ausgeprägten Kompetenzniveaus (81,9% der Stichprobe), was ein Ökosystem bestätigt, das in Wissen und Instrumente investiert.

Durch die Direktbefragung wurden auch Kompetenzniveaus und Kenntnisse von Designpraktiken vertieft, die auf die Verbesserung der Umweltnachhaltigkeit abzielen. 81,9% der Befragten bewerten ihr Kompetenzniveau in diesem Bereich als mittel-hoch, mit einem Höchstwert von 85,5% bei den Gestaltern, für die auch der Anteil, der das Kompetenzniveau als „hoch“ angibt, höher ist (18,8% vs. 14,6% der Organisationen). 

“Die italienische Führungsrolle im Design – erklärte Ermete Realacci, Präsident der Fondazione Symbola – bestätigt ihre wichtige Rolle als immaterielle Infrastruktur des Made in Italy, wie der Salone del Mobile in Mailand zeigt, und ist Protagonist in der Herausforderung der Nachhaltigkeit. Im Vollzug einer grünen und digitalen Transition ist das Design erneut aufgefordert, Zukunft Form, Sinn und Schönheit zu geben. Design ist auch strategisch, um eine neue Generation von Produkten zu entwickeln, die im Zeichen der Schönheit den Vorgaben der Kreislaufwirtschaft entsprechen: Effizienz, geringerer Einsatz von Material und Energie, Recyclingfähigkeit, Wiederverwendbarkeit”. 

 

Generative Künstliche Intelligenz im Design

Die fortlaufende Entwicklung des technologischen und digitalen Umfelds hat dazu geführt, dass durch eine Umfrage der Fokus auf die generative Künstliche Intelligenz gelegt wurde (auf Englisch “Generative Artificial Intelligence”, kurz “GenAI”), als mächtiger Beschleuniger von Transformationen in der Wirtschaft und im Bereich der Gestaltung. 

Aus den Daten des Berichts geht hervor, dass sich das Vorbereitungsniveau in Bezug auf GenAI allgemein überwiegend auf mittlere Werte konzentriert: 52,4% der Designakteure, die an der Umfrage teilgenommen haben, geben ein „mittleres“ Niveau an, was auf eine weite, aber noch nicht vollständig konsolidierte Verbreitung der Kompetenzen hinweist. Das „hohe“ Niveau wird von 35,4% der Organisationen angegeben gegenüber 13,8% der Gestalter, was einen relativen Vorsprung organisierter Strukturen in Bezug auf technologische Reife hervorhebt. Bei einem Fünftel der Befragten bleibt das Vorbereitungsniveau noch „niedrig“, während nur 6,2% eine minimale Vorbereitung angeben. 

Die am häufigsten vom Gesamtkollektiv angegebenen Kompetenzen betreffen das “Prompt-Design & Strategie” (65%), Kenntnisse zu “ethischen Aspekten im Zusammenhang mit dem Urheberrecht” (52,4%), “Visual & Content Editing” (42,7%) und Kompetenzen im Bereich der “nachhaltigen Gestaltung” (fast 40%), gefolgt mit geringem Abstand vom “Rapid Prototyping mit hybriden Werkzeugen” (39%). 94% der Gestalter und Organisationen haben ihre Kompetenzen im Einsatz von generativer KI in den letzten zwei Jahren gefestigt. 

“Die digitale Transformation und insbesondere die Einführung dellKünstlichen Intelligenz – erklärte Ernesto Lanzillo, Partner und Leiter von Deloitte Private in Italien – stellt für den gesamten Designsektor eine Priorität für Entwicklung und nachhaltiges Wachstum dar. Um die Wirkung zu maximieren, ist es jedoch unerlässlich, Prozesse und Geschäftsmodelle auf der Grundlage der KI neu zu gestalten und sicherzustellen, dass der menschliche Beitrag gewürdigt und nicht automatisiert wird. Die richtigen Kompetenzen und der angemessene Einsatz dieser Lösungen durch die Designakteure können sich in einer Beschleunigung niederschlagen, die es erlaubt, die Effizienz zu steigern, Unternehmens-kosten zu senken und Ressourcen zu optimieren”. 


 

 

Den Bericht Design Economy 2026 kann man auf www.symbola.net herunterladen 

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